Wie Sie sich von der Verschwiegenheitserklärung entbinden lassen

Wie Sie sich von der Verschwiegenheitserklärung entbinden lassen

Wie Sie sich von der Verschwiegenheitserklärung entbinden lassen

Eine Entbindung aus der Verschwiegenheitserklärung ist für Arbeitnehmer zwar nicht unmöglich, benötigt aber gutes Verhandlungsgeschick. Dabei sollten Sie wissen, was eine Verschwiegenheitserklärung auszeichnet und wann der richtige Zeitpunkt für eine Verhandlung über die Entbindung ist.

Warum Verschwiegenheitserklärungen genutzt werden

Unternehmen setzen Verschwiegenheitserklärungen ein, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter keine sensiblen unternehmensinternen Informationen an unbeteiligte Dritte weitergeben. Diese Erklärung dient somit dem Schutz des geistigen Eigentums eines Unternehmens und sorgt dafür, dass Geschäftsgeheimnisse vertraulich behandelt werden. Für Arbeitnehmer kann sich die Unterzeichnung einer Verschwiegenheitserklärung im Nachhinein als große Herausforderung herausstellen, wenn sie später eine Entlassung aus der Erklärung als erforderlich betrachten. Dabei können verschiedene Gründe die Ursache dafür sein, wie persönliche Umstände oder berufliche Veränderungen.

Wann über eine Entbindung verhandelt werden sollte

Bevor Sie eine Verhandlung über die Entbindung aus der Verschwiegenheitserklärung forcieren, sollten Sie darauf achten, dass der Moment sowohl für Sie als auch für Ihren Arbeitgeber günstig ist. Konnte das Unternehmen vor Kurzem große Erfolge feiern und befindet sich in der Erfolgsspur, stellt dies einen bedeutend besseren Zeitpunkt dar, als wenn die Lage angespannt ist und negative Nachrichten über das Unternehmen kursieren. Die Wahl des richtigen Zeitpunkts kann Ihre Erfolgschancen auf eine Entbindung erheblich erhöhen.

Die Verhandlung über die Entbindung

Damit die Verhandlung zum gewünschten Ergebnis führt, sollten Sie sich vorher intensiv vorbereiten. Es ist wichtig, dass Sie die Gründe für die Entbindung aus der Verschwiegenheitserklärung klar benennen können. Zu den möglichen Gründen gehören unter anderem die folgenden:

  • Wechsel des Jobs
  • Berufliche Neuorientierung
  • Persönliche Umstände

Sie müssen dazu in der Lage sein, Ihre Gründe für die Entbindung überzeugend vortragen zu können. Nur mit Logik können Sie Ihren Arbeitgeber überreden. Dabei sollten Sie klarstellen, dass die Entbindung aus der Verschwiegenheitserklärung zu keinem Schaden für die Firma führen wird. Als Argument dafür können Sie anbringen, dass Ihre neuen beruflichen Pläne nicht mit dem aktuellen Arbeitgeber konkurrieren. Ein weiteres Argument könnte darin bestehen, dass die entsprechenden Informationen bereits veraltet und daher nicht mehr relevant sind.

Die richtigen Verhandlungstechniken anwenden

Ob die Verhandlung zur Entbindung von Erfolg gekrönt ist, ist in der Regel hauptsächlich von der angewandten Verhandlungstechnik abhängig. Dabei ist eine klare und effektive Kommunikation unerlässlich. Unsicherheiten in der eigenen Argumentation gilt es zu vermeiden.

Kompromissbereitschaft

In der Verhandlung kann es ein großer Vorteil sein, wenn Sie sich offen für Kompromisse zeigen. So können Sie alternative Lösungsvorschläge einbringen, die beide Seiten als angemessen betrachten.

Vorteile in den Vordergrund stellen

Wenn Sie eine Entbindung aus der Verschwiegenheitserklärung wünschen, dann weil Ihnen dies gewisse Vorteile bietet. In der Verhandlung sollten Sie jedoch unbedingt auch die Vorteile für das Unternehmen betonen. Zu den Vorteilen für den Arbeitgeber gehört unter anderem die Beibehaltung eines positiven Images oder der reibungslose Übergang Ihrer bisher bewältigten Aufgaben an einen anderen Mitarbeiter.

Rechtsberatung

Damit gewährleistet ist, dass Sie die rechtlichen Besonderheiten Ihres Falles verstehen und Ihre Anfrage rechtlich einwandfrei ist, sollte vorher ein Anwalt kontaktiert werden.

Häufige Fehler

Bei Verhandlungen zur Entbindung aus einer Verschwiegenheitserklärung unterlaufen Arbeitnehmern immer wieder Fehler. Ein oft begangener Fehler ist es, nicht mit der erforderlichen Vorbereitung in die Verhandlung zu gehen. Um diesen Fallstrick zu vermeiden, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Argumente eine klare Struktur aufweisen und dass Sie über alle relevanten Informationen verfügen. Ein weiterer großer Fehler ist ein zu aggressives Vorgehen bei der Verhandlung. Das liegt daran, dass eine aggressive Haltung sich negativ auf das Arbeitsverhältnis auswirken und die Zustimmungschancen erheblich reduzieren kann. Daher sollten Sie darauf achten, sich stets respektvoll sowie professionell zu verhalten. Da es nicht immer zur Entbindung aus der Verschwiegenheitserklärung kommt, gilt es realistische Erwartungen zu haben. Sie sollten dazu in der Lage sein, Ihre Pläne anzupassen, sofern dies erforderlich ist. Dementsprechend dürfen Sie alternative Lösungen nicht von vornherein ausschließen.

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