Ökologische Geldanlagen

Ökologische Geldanlagen

Bei vielen Menschen hat die Finanzkrise zu einem Umdenken geführt, sie interessieren sich besonders dafür, wie ihr Kapital angelegt wird. Interessierten sich Sparer früher hauptsächlich für die Rendite einer Geldanlage, treten ökologische und ethische Aspekte immer mehr in den Fokus der Anleger. Sie möchten nachhaltiges Wirtschaften, ethische Grundsätze und Umweltschutz miteinander in Einklang bringen und gleichzeitig am ökonomischen Erfolg teilhaben sowie einen Beitrag für nachfolgende Generationen leisten. Ziel von ökologischen Geldanlagen ist es Kapital unter Anwendung von Umwelt und sozial verantwortlichen Kriterien zu investieren.

Ethisch ökologische Maßstäbe sind zum Beispiel:

Positiv Kriterien:

  • regenerative Energiegewinnung, erneuerbare Energien
  • grüne Geldanlagen
  • umweltschonende Produktmethoden
  • Klimaschutz
  • effiziente Nutzung von Ressourcen und Energie
  • Technologien zur Verringerung bzw. Beseitigung von Schadstoffbelastungen und Lärm
  • Einsatz von Umweltmanagementsystem

Negativkriterien:

  • Herstellung von Kriegswaffen und Militärgütern
  • Erzeugung von und Handel mit Umwelt und gesundheitsschädigenden Technologien und Produkten
  • artwidrige Tierhaltung
  • Ausbeutung von Flora, Fauna, Meeren und Böden (Raubbau)
  • Giftmülltransporte und Exporte

die Entwicklung der letzten fünf Jahre zeigt, dass Investitionen in sozialverträgliche und ökologische Wirtschaftsformen den Vergleich mit anderen Kapitalanlagen fürchten müssen. Ökologisches Engagement und Rendite gehen Hand in Hand!

Ökologische Geldanlagen

Wer mit gutem Gewissen in ökologische Geldanlagen investieren möchte, findet unzählige Möglichkeiten wie zum Beispiel Waldsparbücher, Teakinvestments, Solaranlagen, Biomasse sowie Windparks auf Land und See. Es gibt fast nichts, in das man nicht investieren könnte, ganz gleich ob Photovoltaik, Solarenergie, Wasserkraftwerk, Windkraft, Kunststoff Recycling, Windenergie oder Energieeffizienz Immobilien für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Für Privatanleger sind zwei Investitionsformen interessant

1. Geschlossene Fonds – Beteiligung

Mit der Investition in einen geschlossenen Fonds beteiligt sich der Anleger als Kommanditist direkt unternehmerisch an einem Projekt oder Unternehmen. Das Kapital bleibt im geschlossenen Fonds für mehrere Jahre investiert und ist während dieser Zeit für den Anleger nicht verfügbar. Ein Teil der Einnahmen, welche im Investitionsprojekt erzielt werden, fliesen dem Anleger zu. Diese Auszahlungen erfolgen regelmäßig in der Regel im jährlichen Rhythmus, ein Anspruch auf Gewinn Auszahlung oder gar eine Garantie erhält man bei der Investition in einen geschlossenen Fonds nicht. Bis zur Höhe der Beteiligung trägt der Anleger auch das unternehmerische Risiko mit, wodurch auch ein Totalverlust bei einer Insolvenz des Unternehmens nicht ausgeschlossen werden kann. Dies ist auch in jüngster Vergangenheit geschehen, als die Firma PROKON im Januar 2014 einen Insolvenzantrag stellte und seitdem mehr als Eintausend  Anleger um ihre Investitionen bangen.

2. Offene Fonds “Ökofonds”

Im Gegensatz zu geschlossenen Fonds sind offene Fonds täglich handelbar, die Fondspreise werden jeden Tag neu ermittelt. Anteile an einem offenen Fonds können über eine Investmentgesellschaft (deutscher Fachbegriff: Kapitalverwaltungsgesellschaft) erhoben werden. Der Anleger benötigt zum Kauf oder Verkauf offener Fonds ein Depot bei seiner Hausbank oder online Bank. Die Anteilsscheine können in der Regel börsentäglich gehandelt werden. Das Kapital im Ökofonds wird nach vorher festgelegten Anlageprinzipien investiert und im Regelfall durch Streuung des Geldes auf verschiedene Anlagegegenstände (Diversifikation) zum Beispiel Aktien oder Beteiligungen verteilt. Durch die Streuung auf verschiedene Anlagen wird das Anlagerisiko reduziert.

Lassen Sie sich bei Banken oder einem unabhängigen Finanzdienstleister zum Thema ökologische ethische Geldanlage beraten. Mit der Investition in einen offenen Ökofonds oder einen geschlossenen Fonds haben Anleger die Möglichkeit aktiv die Energiewende voranzutreiben und zum Klima und Umweltschutz beizutragen und die Chance auf eine gute Rendite. Wer völlig ohne Risiko ökologisch anlegen möchte, kann auf Festzinsangebote wie zum Beispiel Sparbriefe mit fester Laufzeit und Zins zurückgreifen, die von Umwelt- und kirchlichen Banken angeboten werden.

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