Unfallversicherung – Versicherungen für den Ski-Urlaub

Unfallversicherung – Versicherungen für den Ski-Urlaub

Jeder dritte Schaden für Unfallversicherer entsteht beim Wintersport. Diese Policen sollten Ski- und Snowboardfahrer vorher abschließen.

Für die einen war es eine Wetterkatastrophe, für die anderen der lang ersehnte Start in die Wintersportsaison. Nachdem im Dezember nur verhalten Schnee gefallen war, hat es zuletzt in den Alpen so heftig geschneit, dass in Österreich einzelne Orte wegen Lawinengefahr vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten waren. Inzwischen sind die Straßen wieder sicher.

Freestyle-Fahrer sind besonders unfallgefährdet

Hunderttausende Wintersportliebhaber haben deshalb Skier und Snowboards gewachst, um dieses Wochenende auf den bestens gespurten Pisten zu verbringen. Was viele dabei vergessen, ist, ihren Versicherungsschutz genau zu prüfen. „Viele Wintersportler haben keine ausreichenden Policen abgeschlossen“, weiß Sascha Straub, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Wie nötig das ist, zeigt der Unfall der kanadischen Ski-Freestylerin Sarah Burke, die sich bei einem Sturz ernsthafte Kopfverletzungen zuzog. Kein Einzelfall: Das Unfall- und Verletzungsrisiko ist deutlich höher als bei den meisten anderen Sportarten. „Jeder dritte von Unfallversicherern bearbeitete Schadensfall passiert beim Wintersport“, sagt Christian Lübke vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).

Deshalb sollten Schneesportler in jedem Fall eine Unfallversicherung abschließen. Sie zahlt einen einmaligen Betrag oder eine dauerhafte Rente, wenn jemand durch einen Unfall eine fortwährende Beeinträchtigung seiner körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit erlitten hat.

Das geschieht beim Wintersport häufiger. „Jedes Jahr erleiden rund 20.000 Skifahrer so gravierende Verletzungen, dass sie zu Invaliden werden“, sagt Lübke. Nach der GDV-Statistik ist Skifahren für Frauen die unfallträchtigste Freizeitbeschäftigung noch vor Reiten. Bei Männern rangieren Verletzungen durch Ski- und Snowboardfahren an zweiter Stelle direkt nach dem Fußball. Dennoch sind viele Wintersportler ohne ausreichenden Versicherungsschutz im Schnee unterwegs. Unfallversicherungen gibt es zwar bereits für Jahresbeiträge von weniger als 40 Euro. Allerdings sind die finanziellen Leistungen dann sehr gering.

Nach Berechnungen der Stiftung Warentest sollte eine Unfallversicherung abgeschlossen werden, die im Fall von 100 Prozent Invalidität mindestens 350?000 Euro auszahlt. Denn schwer Unfallgeschädigte benötigen viel Geld, um Haus oder Wohnung dauerhaft behindertengerecht umbauen zu lassen oder eine Haushaltshilfe bezahlen zu können. Entsprechende Policen kosten

Lücke bei Bergungskosten

Häufig gibt es auch eine Lücke bei der Deckung der Bergungskosten. „Muss ein verunfallter Skifahrer oder Skitourengeher von der Bergwacht per Helikopter gerettet werden, entstehen schnell Kosten von mehreren Tausend Euro“, sagt Verbraucherschützer Straub. Die meisten Unfallpolicen beinhalten zwar einen weltweit gültigen Bergungskostenschutz.

Die Deckungsgrenze beträgt häufig jedoch nur 2500 Euro. Das sei zu wenig, meint der Experte: „Der Versicherungsschutz sollte mindestens Bergungsaufwendungen von 10.000 Euro umfassen.“ Selbst diese Summe reicht bei schwierigen Rettungsaktionen oft nicht aus, weiß Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV). „Muss ein Notarzt zum Verletzten geflogen werden oder die Bergwacht zu einer aufwendigen Suchaktion ausrücken, um verunglückte Skitourengeher zu finden, können noch höhere Summen anfallen.“

Der DAV hat deshalb für seine Mitglieder eine weltweit gültige Bergungskostenversicherung mit einer Deckungsgrenze von 25.000 Euro abgeschlossen. „Sie springt immer dann ein, wenn höhere Kosten entstehen als von der Unfall- oder Krankenversicherung getragen werden“, erläutert Bucher. Der Jahresbeitrag für eine DAV-Mitgliedschaft beträgt je nach Sektion 60 bis 80 Euro.

Vergleich Unfallversicherung

Quelle: weltonline


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